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Die Entdeckung der Gesetze der Welt

Zum 375. Geburtstag von Isaac Newton

Vor 375 Jahren wurde der (neben Albert Einstein) wohl berühmteste Naturwissenschaftler aller Zeiten geboren: Isaac Newton erblickte am 4. Januar 1643 in Woolsthorpe (Lincolnshire, England) das Licht der Welt.

Newton war Physiker, Mathematiker und Astronom, aber auch Philosoph, Alchemist und Theologe. Er darf als einer der vielseitigsten, vor allem aber einflussreichsten Männer der Geschichte angesehen werden. Seine Publikationen, besonders die „Philosophiae Naturalis Principia Mathematica“ von 1687, zählen zu den bedeutendsten Werken der Wissenschaftsgeschichte. Seine Forschungen dominierten die wissenschaftliche Sichtweise des physikalischen Universums über Jahrhunderte – bis Einstein kam.

Porträt Isaac Newton

Isaac Newton, 1689 (nach einem Gemälde von Godfrey Neller)

Die breite Öffentlichkeit verbindet Newton heute meist mit der Beschreibung der Schwerkraft und der Anekdote mit dem fallenden Apfel, der ihn auf die Idee gebracht haben soll, ihre Gesetze zu erforschen. Der berühmte Apfelbaum ist übrigens noch heute im Garten seines Geburtshauses Woolsthorpe Manor zu sehen.

Newton war zur Zeit der Großen Pest in London 1665/66 dorthin zurückgekehrt. Vor allem in diesen zwei Jahren in der Heimat entwickelte der junge Wissenschaftler unter anderem eine neue Theorie des Lichts, entdeckte und quantifizierte die Gravitation, legte die Grundlagen für die Lehre der Mechanik und leistete Pionierarbeit für einen revolutionären neuen Ansatz in der Mathematik, die Infinitesimalrechnung.

Newton studierte und lehrte am Trinity College in Cambridge, war Parlamentsmitglied, Präsident der Royal Society und Chef der Königlichen Münzprägeanstalt. Königin Anne schlug ihn – als ersten Wissenschaftler überhaupt! – zum Ritter. Als er am 31. März 1727 starb, war er ein reicher, berühmter Mann – ein außergewöhnlich erfolgreiches Leben!

Steter Streit um geistiges Eigentum

Alexander Pope entwarf eine Inschrift für Newtons Grab in Westminster Abbey, die seine Bedeutung für die Erkenntnis der Welt beschreibt:

“Nature and Nature’s Laws lay hid in night:
God said, Let Newton be! and all was light.”

Newton selbst war sich allerdings stets bewusst:
„Was wir wissen, ist ein Tropfen, was wir nicht wissen, ein Ozean.“

Aber der geniale Wissenschaftler war auch ein schwieriger Mensch: Newton war immer wieder in heftige Auseinandersetzungen um die geistige Urheberschaft mancher seiner Ideen verwickelt, etwa mit Leibnitz oder Hooke. Daraus lässt sich die bis heute gültige Lehre ziehen, dass selbst die größten Geister sich rechtzeitig um den Schutz ihres geistigen Eigentums kümmern sollten, etwa durch Patente.

Bilder: via Wikimedia Commons

Stand: 12.01.2018 

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