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Für Gründende, Start-ups und KMU: Kostenfreie Analyse zu geistigem Eigentum

10 Glühbirnen, von denen eine leuchtet und Deutschlandkarte

Deutsches Patent- und Markenamt und PIZnet, die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Patentinformationszentren, laden im Rahmen der Gründungswoche Deutschland vom 16. bis 20. November 2026 zu individuellen Gesprächen über Patente, Gebrauchsmuster, Marken und Designs ein – Nur jedes zehnte KMU in der EU nutzt gewerbliche Schutzrechte – Erfahrungswerte aus der Innovations-Roadshow des DPMA und seiner Partner kommen Informationssuchenden zugute

Pressemitteilung vom 5. November 2026

München/Berlin. Ein Firmenname, ein Produktdesign, eine technische Lösung: Fast jedes Unternehmen besitzt geistiges Eigentum. In der EU hat jedoch nur rund jedes zehnte kleine und mittlere Unternehmen (KMU) ein Patent, eine Marke oder ein Design eingetragen.
Genau hier setzt die PIZnet-Aktionswoche an. Vom 16. bis 20. November 2026 nehmen sich die Patentinformationszentren (PIZ) zwei Stunden Zeit für die konkrete Situation jedes teilnehmenden Unternehmens. Kostenfrei. Die Aktionswoche ist Teil der Gründungswoche Deutschland, die vom 16. bis 22. November unter dem Motto „Mutig. Gemeinsam. Machen.“ stattfindet.

Was Teilnehmende kostenfrei mitnehmen

  • eine zweistündige systematische Kurzanalyse zu IP (Intellectual Property, Geistiges Eigentum) in ihrem Unternehmen,
  • eine Einschätzung von Risiken und wirtschaftlichen Chancen ihrer aktuellen IP-Situation,
  • Hinweise auf mögliche Schutzlücken und Verletzungsrisiken, etwa ob der geplante Firmen- oder Produktname mit bestehenden Marken kollidieren könnte,
  • strategische Empfehlungen für einen wirtschaftlich sinnvollen Einsatz von Schutzrechten,
  • einen schriftlichen Report, der konkrete nächste Schritte aufzeigt.

Die Gespräche dienen der Orientierung und ersetzen keine Rechtsberatung.

Früh fragen – nicht erst, wenn Probleme auftreten

„Viele Unternehmen beschäftigen sich erst mit Schutzrechten, wenn ein Wettbewerber ihr Produkt kopiert oder eine Abmahnung wegen des Firmennamens eintrifft. Dann sind die Handlungsmöglichkeiten oft schon eingeschränkt“, sagt Arne Krüger, Vorsitzender von PIZnet. „In der Aktionswoche klären wir diese Fragen vorher. Das Gespräch ist neutral, findet in der Region statt und kostet nichts.“

Wie unterschiedlich die Ausgangslagen bei den einzelnen Gründenden, Start-ups und KMU sind, hat zuletzt die Innovations-Roadshow 2026 des DPMA und seiner Partner gezeigt. An acht Stationen von Berlin bis Aachen ging es im August und September um praktische Fragen: Wann sind Patente, Marken oder Designs sinnvoll? Wann bleibt Know-how besser geheim? Welche Rolle spielen Schutzrechte für Finanzierung und Kooperationen? Eine Schutzstrategie für alle gibt es nicht. Sie muss zum Unternehmen, zum Markt und zum Geschäftsmodell passen. Gerade deshalb lohnt sich der individuelle Blick auf die eigene IP-Situation – und genau diesen bietet die PIZnet-Aktionswoche. „Die vielen Gespräche während unserer Innovations-Roadshow haben gezeigt, wie unterschiedlich die Ausgangslagen von Unternehmen sind – und gleichzeitig, wie wertvoll es ist, sich frühzeitig mit dem eigenen geistigen Eigentum auseinanderzusetzen. Man muss nicht schon alle Antworten kennen – wichtig ist, die richtigen Fragen rechtzeitig zu stellen“, sagt Anne Fröhlich, Leiterin der Dienststelle Berlin des DPMA und zuständig für die Kooperation mit den Patentinformationszentren und weiteren Partnern.

Patent, Marke, Design: Starker Nutzen für KMU

In der EU nutzt lediglich jedes zehnte KMU ein Schutzrecht des geistigen Eigentums. Dabei erwirtschaften KMU mit eingetragenen Schutzrechten im Schnitt 44 Prozent mehr Umsatz je Beschäftigten als vergleichbare Unternehmen ohne. Das zeigt eine gemeinsame Studie des Europäischen Patentamts (EPA) und des Amts der Europäischen Union für geistiges Eigentum (EUIPO) aus dem Jahr 2025. Für Gründende ist der Befund noch deutlicher: Start-ups, die in der Seed- oder frühen Wachstumsphase Patente und Marken anmelden, haben eine bis zu zehnmal höhere Chance, Investorenkapital einzuwerben.*

Warum nutzen so wenige KMU diese Möglichkeiten? In einer EUIPO-Befragung nennen Unternehmen vor allem drei Gründe: Sie sehen keinen zusätzlichen Nutzen, sie halten die eigene Idee für nicht innovativ genug oder sie wissen nicht, wie Schutzrechte funktionieren. Hier ansetzen, umfassend informieren und Handlungsmöglichkeiten aufzeigen: Das ist das gemeinsame Ziel von DPMA und PIZnet bei der Aktionswoche vom 16. bis 20. November.

So sichern Sie sich einen Termin

Geben Sie auf externer Link www.piznet.de Ihre Postleitzahl ein, finden Sie das nächstgelegene Patentinformationszentrum und vereinbaren Sie direkt einen Termin. Alternativ ist die Anmeldung per E-Mail an info@piznet.de möglich. Die Zahl der Termine je Standort ist begrenzt. Eine frühzeitige Anmeldung wird empfohlen.


*Quellen: EPA/EUIPO, Intellectual property rights and firm performance in the EU (Januar 2025); EUIPO, IP SME Scoreboard 2022; EPA/EUIPO, Patents, trade marks and startup finance (2023).

Über PIZnet

PIZnet, die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Patentinformationszentren e. V., ist das Netzwerk der 15 Patentinformationszentren in Deutschland. Die PIZ sind langjährige Kooperationspartner des DPMA. Für Mittelstand, Start-ups und Hochschulen sind sie regionale Anlaufstellen für Fragen zu Patenten, Gebrauchsmustern, Marken und Designs. Sie helfen, geistiges Eigentum zu erkennen, Schutzrechte strategisch zu nutzen und geeignete nächste Schritte zu identifizieren.

Das Deutsche Patent- und Markenamt

Erfindergeist und Kreativität brauchen wirksamen Schutz. Das DPMA ist das deutsche Kompetenzzentrum für alle Schutzrechte des geistigen Eigentums - für Patente, Gebrauchsmuster, Marken und Designs. Als größtes nationales Patentamt in Europa und sechstgrößtes nationales Patentamt der Welt steht es für die Zukunft des Erfinderlandes Deutschland in einer globalisierten Wirtschaft. Seine rund 2.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an drei Standorten - München, Jena und Berlin - sind Dienstleister für Erfinder und Unternehmen. Sie setzen Innovationsstrategien des Bundes um und entwickeln die nationalen, europäischen und internationalen Schutzsysteme weiter.

Bild: DPMA und Prasert Krainukul/via Getty Images

Stand: 05.11.2026