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Die Innovations-Roadshow läuft

Patent, Gebrauchsmuster, Marke und Design strategisch nutzen und von den Erfahrungen anderer Unternehmen aus der Region lernen - das ist die Idee der Innovations-Roadshow des DPMA und seiner Partner - die Deutschlandtour ist jetzt gestartet
"Deine Idee. Dein Schutz. Dein Business."
Wann setze ich Patent, Gebrauchsmuster, Marke und Design ein – und was muss ich dafür tun? Wie kann der Schutz geistigen Eigentums zum Teil meiner Unternehmensstrategie werden? Und was passiert eigentlich, wenn andere mein Schutzrecht verletzen? Bei der Roadshow gibt es Basiswissen und Praxisinfos. Expertinnen und Experten aus dem Deutschen Patent- und Markenamt, von der Arbeitsgemeinschaft der Patentinformationszentren, von der Deutschen Industrie- und Handelskammer, von Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie GmbH sowie von der Vereinigung von Fachleuten des Gewerblichen Rechtsschutzes (VPP) liefern Impulse für den Schutz von Innovationen und Ideen. Ein Herzstück der Veranstaltung: Unternehmen aus der Region, die bereits gewerbliche Schutzrechte wie zum Beispiel Patente und Marken einsetzen, berichten von ihren Erfahrungen. So können Unternehmen direkt voneinander lernen.
Das sagen Partner zur Innovations-Roadshow
Gelungen: der Auftakt der Innovations-Roadshow in Berlin
"Deine Idee. Dein Schutz. Dein Business." - unter diesem Motto ist die Innovations-Roadshow 2026 in Berlin erfolgreich gestartet. Die ausgebuchte Auftaktveranstaltung brachte Unternehmen, Expertinnen und Experten sowie die Partner der Innovations-Roadshow zusammen und zeigte eindrucksvoll, wie vielfältig die Unterstützungsangebote rund um den gewerblichen Rechtsschutz sind - und wie eng sie ineinandergreifen.
Dr. Susanne Gewinnus, Referatsleiterin Industrie- und Forschungspolitik bei der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), eröffnete die Veranstaltung und spannte in ihrem Impuls den Bogen über die drei zentralen Elemente des Roadshow-Mottos: Idee, Schutz und Business. Denn aus einer guten Idee wird nicht automatisch ein wirtschaftlicher Erfolg. Entscheidend ist auch, Innovationen frühzeitig zu schützen, Schutzrechte strategisch einzusetzen und die vorhandenen Beratungs-, Informations- und Förderangebote zu kennen.
Genau diese unterschiedlichen Perspektiven machten auch die anschließenden Impulse der Partner deutlich. Robert Lemperle, Leiter der Hauptabteilung "Information" beim DPMA, zeigte auf, welchen Beitrag Schutzrechte zum wirtschaftlichen Erfolg von Unternehmen leisten können. Zugleich machte er deutlich, dass der Einstieg in den Patentschutz niedrigschwelliger sein kann als vielfach angenommen und bereits eine frühe Patentanmeldung strategische Möglichkeiten eröffnet.
Peter Berg brachte für den VPP (Verband vertretungsberechtigter Patentingenieure e.V.) die Perspektive der Patentpraktiker ein und skizzierte, welche Rolle professionelle IP-Expertise bei der Entwicklung und Umsetzung einer Schutzrechtsstrategie spielt. Anke Wiegand von Berlin Partner (Teil einer Senatsinitiative, die Unternehmen Krisenvorsorgeangebote für Bedrohungsszenarien anbietet) ergänzte die Runde um die regionale Perspektive der Innovations- und Wirtschaftsförderung und die Unterstützungsangebote für Berliner Unternehmen. Gemeinsam zeigten die Partner, an wen sich Unternehmen mit welchen Fragen wenden können. Dabei wurde zugleich sichtbar: Auch wenn die Partner unterschiedliche Bereiche des gewerblichen Rechtsschutzes abdecken, greifen ihre Angebote eng ineinander. Aus vielen einzelnen Bausteinen entsteht ein Netzwerk, das Unternehmen entlang des gesamten Innovationsprozesses unterstützen kann.
Aus der Praxis für die Praxis
Herzstück des Auftakts war das von Arne Krüger, Vorstandsvorsitzender von PIZnet, moderierte Podiumsgespräch unter dem Motto "Deine Idee. Dein Schutz. Dein Business.". Im Mittelpunkt standen dabei nicht abstrakte Fragen des gewerblichen Rechtsschutzes, sondern konkrete Erfahrungen aus der Unternehmenspraxis: Welche Rolle spielen Schutzrechte tatsächlich im Geschäftsalltag? Welche Strategien funktionieren? Wo liegen Stolpersteine? Und was würden Unternehmerinnen und Unternehmer heute anders machen?
Besonders wertvoll waren die Einblicke von Antje Vargas, CEO der GeoClimaDesign AG, und Bertram Thyssen, Geschäftsführer der roometric GmbH, die aus Sicht kleiner und mittlerer Unternehmen von ihren eigenen Erfahrungen berichteten. Dabei zeigte sich auch, dass es nicht die eine Schutzrechtsstrategie gibt. Je nach Unternehmen, Produkt, Markt und Geschäftsmodell können unterschiedliche Wege sinnvoll sein. Nachdem sich das Gespräch zunächst stark um technische Schutzrechte und insbesondere Patente gedreht hatte, brachte eine Frage aus dem Publikum auch die Marke ins Spiel. Die Antwort von Antje Vargas lautete schlicht: "Marken sind sexy." Ein kurzer Satz, der einen wichtigen Aspekt auf den Punkt brachte: Eine ganzheitliche IP-Strategie endet nicht beim Patent. Patente, Marken, Designs und weitere Instrumente können unterschiedliche Funktionen übernehmen und sich sinnvoll ergänzen. Dr. Karsten Goede, Projektträger Jülich vom Forschungszentrum Jülich - WIPANO, erweiterte die Diskussion um die Erfahrungen und Fördermöglichkeiten im Rahmen von WIPANO, während Dr. Bernd Läßiger, Leiter der Hauptabteilung "Patente und Gebrauchsmuster" beim DPMA, die Perspektive des Amtes einbrachte. So entstand auch im Podium ein Gesamtbild davon, wie unternehmerische Erfahrung, Förderung, Information, Beratung und Schutzrechtspraxis zusammenspielen.
"Einfach machen"
Eine Botschaft zog sich deutlich durch das Gespräch: Mut haben und anfangen. Schutzrechtsstrategien müssen durchdacht sein - aber Unternehmen sollten sich von der Komplexität des Themas nicht abschrecken lassen. Informationen und Unterstützung seien vorhanden. Entscheidend sei, sich frühzeitig damit auseinanderzusetzen, Fragen zu stellen und die ersten Schritte zu gehen. Oder, wie man es zum Abschluss des Podiumsgesprächs auf den Punkt brachte: "Einfach machen."
Nach dem offiziellen Programm war der Austausch jedoch noch nicht beendet. Beim Get-together nutzten die Gäste die Gelegenheit zum Networking, führten Gespräche mit den Partnern und knüpften neue Kontakte. Bestehende Verbindungen konnten vertieft, neue Bande geknüpft werden. Gerade darin zeigte sich eine weitere Stärke der Roadshow: Sie bringt nicht nur Wissen an einen Ort - sie bringt die Menschen zusammen, die Unternehmen beim Schutz und bei der wirtschaftlichen Nutzung ihrer Ideen unterstützen können. Für die teilnehmenden Unternehmen bot der Auftakt zugleich die Möglichkeit, unmittelbar von den Erfahrungen anderer zu profitieren - von Erfolgsfaktoren ebenso wie von Stolpersteinen. Für die Partner wurde sichtbar, welches Potenzial in einem Netzwerk steckt, dessen Akteure unterschiedliche Aufgaben übernehmen, aber ein gemeinsames Ziel verfolgen.
Ein herzlicher Dank gilt der DIHK (Deutsche Industrie- und Handelskammer) als Gastgeberin der Auftaktveranstaltung sowie unseren Partnern der Innovations-Roadshow und allen Beteiligten, die mit ihrer Expertise, ihrem Engagement und dem offenen Austausch zum gelungenen Start beigetragen haben.
Berlin war der Auftakt - jetzt geht die Innovations-Roadshow auf Reisen. In den kommenden zwei Wochen macht sie an weiteren Standorten in Deutschland Station und bringt dort Unternehmen, IP-Expertise, Förderangebote und regionale Netzwerke zusammen.
- Auf einen Blick: alle Stationen und Termine der Deutschlandtour
Bild: Gettyimages/Lidia Shapoval und Gettyimages/ AKO und DPMA
Stand: 28.08.2026


Station Berlin: Informationen zum Programm und Anmeldung
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