Inhalt
Girls'Day im DPMA

Entdecken, Erfinden, Ausprobieren!
Am 3. April 2025 tauchten 29 Mädchen in die spannende Welt des Deutschen Patent- und Markenamts (DPMA) ein. Sie erfuhren, wie Erfindungen geschützt werden, wie Marken- und Patentprüferinnen arbeiten und wurden schließlich selbst kreativ. Der Tag steckte voller Aha-Momente, Diskussionen und einem echten Härtetest für ihre eigenen Konstruktionen.
Was macht eine Marke schutzfähig?
Los ging es mit einer Einführung in die Markenprüfung. Was ist eigentlich eine Marke und wann wird sie geschützt? Welche Markenformen gibt es und wie sehen diese aus? Carina Jürgensen erklärte es anhand anschaulicher Beispiele.
Besonders spannend: Als die Markenprüferin über das markenrechtliche Kollisionsverfahren erzählte, also wenn zwei Markeninhaber sich streiten, schlug eine Teilnehmerin vor, dass eine besondere Grafik helfen könnte, ähnlich klingende Namen auseinanderzuhalten. Eine gute Idee, grade vor dem Hintergrund, dass Marken heute viel öfter visuell wahrgenommen werden (Stichwort Smartphone) – doch die Gesetzeslage und die Rechtsprechung sehen das meist (noch) anders. Die grafische Ausgestaltung einer Marke spielt im Kollisionsverfahren kaum eine Rolle.
Wie Patentprüferinnen auf Erfindungsjagd gehen
Wie erkennt man, ob eine Erfindung wirklich neu ist? Patentprüferin Dr. Gabriele Wegerer gab Einblicke in ihre Arbeit. Sie sucht weltweit nach Veröffentlichungen – in Datenbanken, Büchern, Zeitschriften und sogar im Radio. Denn eine Erfindung kann nur geschützt werden, wenn sie wirklich neu ist. Die Mädchen staunten, wie methodisch und gründlich die Recherche abläuft. "Das ist kein Hexenwerk", erklärte die Prüferin – es gibt klare Regeln, wie vorzugehen ist.
Von der Theorie zur Praxis: Kniffliges Quiz und kreative Experimente
Nach einer gemeinsamen Mittagspause in der DPMA-Kantine ging es weiter mit einem Patentquiz. Schnell wurde beraten, diskutiert und über die richtigen Antworten nachgedacht. Eine Gruppe formierte sich spontan zu einem Sit-in unter dem Motto: "Die Lösung fällt nicht vom Himmel!"
Dann war Kreativität gefragt: Bei der Erfinderinnenwerkstatt unter der Leitung von Thomas Späth und Dr. Veronika Semel entwickelten die Mädchen Schutzvorrichtungen für rohe Eier, die einen Flug aus einigen Metern Höhe überleben sollten. Mit viel Einfallsreichtum, Teamarbeit und einer guten Portion Klebeband entstanden neue und kreative Konstruktionen. "Das ist Spucke, Schweiß, Hoffnung und Klebeband", so brachte eine Teilnehmerin den kreativen Prozess auf den Punkt.
Dann wurde es ernst: Der Härtetest stand an. Die Spannung war greifbar: "Überlebt es?" Einige Gruppen setzten sogar Quoten für ihre Erfolgschancen. Die Ergebnisse sorgten für Überraschungen! Ein Team, das seine Konstruktion für "die instabilste" hielt, bewies das Gegenteil. Ihr Ei landete sanft am Fallschirm. Andere Verpackungen waren so gut gepolstert, dass sie erst mühsam geöffnet werden mussten, um das Ergebnis zu überprüfen. Der Jubel war groß, als Dr. Veronika Semel verkündete: "Ja, das Ei ist heil geblieben!" Ein lautes "JAAA!" hallte durch den Raum.
Berufliche Perspektiven: Technik braucht kluge Köpfe!
Während des Girls' Day bot sich für die Mädchen die Gelegenheit, mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des DPMA ins Gespräch zu kommen und mehr über ihre beruflichen Wege zu erfahren. Welche Ausbildung braucht eine Patentprüferin? Welche Karrieremöglichkeiten gibt es im Bereich Marken- und Designschutz?
Die Vizepräsidentin des DPMA, Dr. Maria Skottke-Klein, betonte: "Es ist uns ein großes Anliegen, junge Frauen für technische Berufe zu begeistern. Innovation braucht Vielfalt, und der Girls' Day ist eine tolle Gelegenheit, Einblicke in spannende Berufsfelder zu geben."
Der Girls' Day 2025 im DPMA hat gezeigt: Patente und Marken schützen Erfindungen – und hinter diesem Schutz stecken spannende, verantwortungsvolle Berufe. Vielleicht war unter den Teilnehmerinnen ja eine zukünftige Patentprüferin oder Erfinderin!
Bilder: DPMA
Stand: 04.04.2025
Wir schützen nicht nur Innovationen.
Soziale Medien