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Ein „Glücksfall“ für Bundesjustizministerium und DPMA

Dr. Angelika Schlunck, Staatssekretärin im Bundesministerium der Justiz, mit Ulrich Deffaa und DPMA-

Dr. Angelika Schlunck, Staatssekretärin im Bundesministerium der Justiz, mit Ulrich Deffaa und DPMA-Präsidentin Eva Schewior

Staatssekretärin Dr. Angelika Schlunck verabschiedet DPMA-Vizepräsident Ulrich Deffaa in den Ruhestand – DPMA-Präsidentin Eva Schewior: „Hervorragender Jurist und herzliche, engagierte Persönlichkeit“ – Große Verdienste bei der Positionierung des DPMA als attraktiver Arbeitgeber

Pressemitteilung vom 24. Juli 2023

München. Mit einem Festakt in München hat die Staatssekretärin im Bundesministerium der Justiz (BMJ), Dr. Angelika Schlunck, den Vizepräsidenten des Deutschen Patent- und Markenamts (DPMA), Ulrich Deffaa, in den Ruhestand verabschiedet. Neben seiner erfolgreichen Tätigkeit beim DPMA lobte die Staatssekretärin Deffaas vorangegangene Arbeit im BMJ als einen „Glücksfall“ für das Ministerium. Insbesondere hob sie seine Verdienste um die 2016 in Kraft getretene europäische Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) hervor. Trotz schwieriger Verhandlungen habe Deffaa das Projekt als für den Datenschutz zuständiger BMJ-Referatsleiter auf Seiten des Ministeriums zu einem guten Abschluss gebracht. Damit habe er sich „großen Respekt weit über das Bundesministerium der Justiz hinaus verdient“.

DPMA-Präsidentin Eva Schewior würdigte den scheidenden Vizepräsidenten als „hervorragenden Juristen und herzliche, stets positiv denkende und engagierte Persönlichkeit“. Als herausragende Leistung Ulrich Deffaas hob sie die strategisch immens wichtige Positionierung des DPMA als attraktiver Arbeitgeber hervor. In Zeiten von Fachkräftemangel gehe es bei der Personalgewinnung auch um die Zukunft des Amtes – vor allem, da das DPMA als Behörde in dieser Hinsicht in Konkurrenz zu international tätigen Hightech-Unternehmen stehe. Deffaa habe frühzeitig die richtigen Fragen gestellt und wichtige Impulse bei der Gestaltung der neuen Arbeitswelt im DPMA gesetzt.

Verwaltungsrichter, Datenschützer, Behördenmanager

Dr. Angelika Schlunck, Staatssekretärin im BMJ, mit Ulrich Deffaa und DPMA-Präsidentin Eva Schewior

Insbesondere trieb Deffaa nach dem Ausbau der Homeoffice-Arbeitsmöglichkeiten im Zuge der Corona-Pandemie eine neue Dienstvereinbarung zum ortsflexiblen Arbeiten voran und setzte sich für neue Bürokonzepte ein. Eine neue Dienstvereinbarung, die seit diesem Jahr dauerhaft gilt, sieht attraktive Möglichkeiten für die DPMA-Beschäftigten vor, außerhalb des Amts zu arbeiten. So sollen sie größtmögliche örtliche und zeitliche Flexibilität bei der Erfüllung ihrer Aufgaben haben. Neben Fragen der „neuen Arbeitswelt“ und der Arbeits- und Führungskultur war Deffaa beim DPMA für Datenschutz- und Digitalisierungsthemen zuständig.

Ulrich Deffaa studierte Rechtswissenschaften an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. 1988 trat er in die Verwaltungsgerichtsbarkeit des Landes Nordrhein-Westfalen ein, war Richter an verschiedenen Verwaltungsgerichten und am Oberverwaltungsgericht Münster. Ein Jahr lang war er Dezernent der Kreisverwaltung Minden-Lübbecke. Von 1997 bis 1998 und dann wieder ab 2007 war Deffaa an das Bundesministerium der Justiz abgeordnet – zunächst als Referent für Wirtschaftsrecht und in der Zentralabteilung. Nach seinem Übertritt in den Bundesdienst übernahm er im März 2013 die Leitung des Referats für das allgemeine Datenschutzrecht und das Recht der Bundesstatistik, das er bis zum 31. Dezember 2018 leitete. 2019 wechselte er zum DPMA und übernahm das Amt des Vizepräsidenten.

Das Deutsche Patent- und Markenamt

Erfindergeist und Kreativität brauchen wirksamen Schutz. Das DPMA ist das deutsche Kompetenzzentrum für alle Schutzrechte des geistigen Eigentums – für Patente, Gebrauchsmuster, Marken und Designs. Als größtes nationales Patentamt in Europa und fünftgrößtes nationales Patentamt der Welt steht es für die Zukunft des Erfinderlandes Deutschland in einer globalisierten Wirtschaft. Seine knapp 2 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an drei Standorten – München, Jena und Berlin – sind Dienstleister für Erfinder und Unternehmen. Sie setzen Innovationsstrategien des Bundes um und entwickeln die nationalen, europäischen und internationalen Schutzsysteme weiter.

Bilder: DPMA / Frank Rollitz

Stand: 15.03.2024