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50 Jahre Kampf gegen Produkt- und Markenpiraterie

Trophäe des Schmähpreises ist ein schwarzer Zwerg mit goldener Nase. Sie symbolisiert die Profite der Nachahmer.

Negativpreis „Plagiarius“ stellt dreisten Ideenklau bloß

Plagiate sind massive Gefahr für Wirtschaft, Umwelt und Verbraucher

Zum 50. Mal hat die Aktion Plagiarius am 6. Februar 2026 ihren gefürchteten Schmähpreis an die Hersteller und Händler von besonders dreisten Plagiaten und Fälschungen verliehen. Sie will damit das Bewusstsein für den Wert geistigen Eigentums erhöhen und die Innovationskraft von Unternehmen und Kreativen stärken. Dafür rückt sie die skrupellosen Geschäftsmethoden von Fälschern ins öffentliche Bewusstsein und sensibilisiert Industrie, Politik und Verbraucher praxisnah für die Problematik.

Trophäe des Schmähpreises ist ein schwarzer Zwerg mit goldener Nase. Sie symbolisiert die Profite, die ideenlose Nachahmer auf Kosten von Kreativwirtschaft und Industrie erzielen. „Produkt- und Markenpiraterie ist ein lukratives Milliardengeschäft mit unterschiedlichsten Profiteuren“, so externer Link Aktion Plagiarius: „Vom einfallslosen Mitbewerber über Billiganbieter und Plattformbetreiber aus Drittstaaten bis hin zu globalen kriminellen Netzwerken. Sie untergraben den legalen Handel und überfluten den europäischen Markt mit oftmals ungeprüften, falsch deklarierten und nicht EU-konformen Billigartikeln und Fälschungen.“

Den unermüdlichen Einsatz der Aktion Plagiarius seit einem halben Jahrhundert würdigt auch DPMA-Präsidentin Eva Schewior. Sie gratuliert der Aktion zum Jubiläum:

„Klar und deutlich in der Botschaft, unterhaltsam in der Ausgestaltung, kompetent in der Sache: Diese perfekte Mischung macht die Aktion Plagiarius öffentlichkeitswirksam und hochrelevant. Durch seine ausdauernde, gleichzeitig detektivisch gründliche und kreative Arbeit hat sich der Verein mit seinem einzigartigen Schmähpreis zu einem zentralen Akteur im Kampf gegen Produkt- und Markenpiraterie entwickelt. Damit ist er heute ein wichtiger Partner des Deutschen Patent- und Markenamts. Wir danken dem Team der Aktion Plagiarius für die langjährige, großartige Arbeit und gratulieren dem Zwerg mit der goldenen Nase herzlich zum 50. Geburtstag!“

Innovationen entstehen nicht durch „Copy-Paste“ - sondern durch Mut und Leistung

Bei der Preisverleihung, die im Rahmen der Frankfurter Konsumgütermesse externer Link Ambiente stattfand, betonte der Laudator Dr. Hans-Jürgen Völz (Bundesgeschäftsleiter Volkswirtschaft bei Der Mittelstand. BVMW e.V.) die Bedeutung von Kreativität und geistigem Eigentum: „Innovationen sind praktisch die einzige harte Währung, mit der sich der deutsche Mittelstand im globalen Wettbewerb noch behaupten kann. Wer sich seines geistigen Eigentums unbefugt bemächtigt, untergräbt nicht nur den wirtschaftlichen Erfolg innovativer Unternehmen, sondern schädigt systematisch die Investitionsbereitschaft am Standort Deutschland. Der Plagiarius dokumentiert die Dreistigkeit dieser Diebstähle in einer wohltuenden Weise im Licht der Öffentlichkeit.“

Die Angst vor öffentlicher Blamage, so Aktion Plagiarius, habe in 50 Jahren so manchen Plagiator dazu gebracht, eine Einigung mit dem Originalhersteller zu suchen und beispielsweise Restbestände vom Markt zu nehmen, eine Unterlassungserklärung zu unterschreiben oder Lieferanten preiszugeben.

Die Auszeichnung mit dem „Plagiarius“ sagt nichts darüber aus, ob ein nachgeahmtes Produkt im rechtlichen Sinne zulässig oder rechtswidrig ist. Die Aktion Plagiarius äußert damit ihre Meinung, „dass plumpe 1:1 Nachahmungen, die einem Originalprodukt bewusst täuschend ähnlichsehen, rücksichtslos und moralisch verwerflich sind.“

Marken- und Verbraucherschutz: Zoll zieht rechtsverletzende Produkte aus dem Verkehr

Im Jahr 2024 wurden an den EU-Außengrenzen und im EU-Binnenmarkt insgesamt mehr als 112 Millionen gefälschte Artikel mit einem geschätzten Wert von etwa 3,8 Milliarden Euro beschlagnahmt, so die Europäische Kommission und das Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum (EUIPO). Den internationalen Handel mit Fälschungen bezifferten EUIPO und OECD für 2021 auf alarmierende 467 Milliarden Dollar, was 2,3% des Welthandels entspricht. Und das sind nur die nachweislichen Aufgriffe von Zoll- und Polizeibehörden. Die Dunkelziffer wird deutlich höher geschätzt.

Gleiches Aussehen bedeutet NICHT gleiche Qualität und Sicherheit

Fairer Wettbewerb belebt das Geschäft und reguliert Märkte. Aktuell aber überfluten Händler und Plattformbetreiber aus Drittstaaten den europäischen Markt mit meist ungeprüften und nicht EU-konformen Billigartikeln. Darunter auch Plagiate und Fälschungen. Der Zoll beschlagnahmt regelmäßig rechtsverletzende Fälschungen u.a. von Bekleidung, Accessoires & Sportartikeln, Unterhaltungselektronik, Spielzeug, Parfums & Kosmetika, Zigaretten, bis hin zu Medikamenten.
Laut EU-Kommission kamen 2024 rund 4,6 Milliarden Pakete mit geringem Warenwert aus Drittländern in die EU, d.h. mehr als 12 Millionen Pakete pro Tag. Das waren doppelt so viele wie 2023 und etwa dreimal so viele wie 2022. Zu den Profiteuren gehören Billig-Direktplattformen wie Temu, Shein, Alibaba & Co. Stichproben von Zoll und Marktaufsichtsbehörden offenbaren regelmäßig eklatante Produktmängel und Verstöße gegen Kennzeichnungspflichten.

Zu schön, um wahr zu sein: Fälschungen und Billigartikel haben einen hohen Preis

Hergestellt werden die kurzlebigen, teils gefährlich minderwertigen Nachahmungen oftmals mit viel krimineller Energie und ohne Rücksicht auf geltende Sicherheits- und Umweltstandards. Besonders prekär: Die ethisch fragwürdigen Bedingungen in den Fabriken. Jüngste Studien von EUIPO und OECD offenbaren, dass Fälschungen eng mit der Ausbeutung von Arbeitskräften verbunden sind, darunter Zwangsarbeit und gefährliche Kinderarbeit. (Online-) Händler, die solche Waren vertreiben, unterstützen unmittelbar diese menschenunwürdigen Herstellungsbedingungen - ebenso wie Verbraucher, die bewusst Fälschungen kaufen. Ohne Nachfrage kein Geschäft…

Zum Schutz der Industrie und der Verbraucher fordert Aktion Plagiarius von der Politik die konsequente Durchsetzung geltenden Rechts: Mehr Haftung und Prävention seitens der Plattformbetreiber, höhere Sanktionierung bei Verstößen, ein gesetzlich verankertes Stay-Down-Gebot für entfernte Fälschungen. Zoll und Marktüberwachungsbehörden brauchen für effektivere Kontrollen mehr Personal und modernste IT. Da der Erfolg von Billigprodukten auch auf Akzeptanz und hoher Nachfrage basiert, bleibt Aufklärung essentiell, so Aktion Plagiarius.


"1. Preis": Plagiat eines Flaschen-Sets für Neugeborene „Philips Avent Natural Response“

Plagiat eines Flaschen-Sets für Neugeborene

Originale (links): „Philips Avent Natural Response“, Koninklijke Philips N.V., Eindhoven, Niederlande
Fälschungen (rechts): "Avent", Dongyang Onibebi Plastic Products Factory, Zhejiang, VR China

Beschlagnahmt: u.a. bei Razzien in Lateinamerika, Nigeria, Südostasien
Vertrieb: Über Social Media (u.a. Facebook) und Online-Plattformen

AVENT (Original) vs. AVEAT (Fälschung).
Insbesondere bei Produkten für Neugeborene steht Sicherheit an erster Stelle. So bestehen die Philips AVENT Flaschen aus BPA-freiem Kunststoff und sind geruchs- und geschmacksneutral. Die irreführenden AVEAT-Fälschungen wurden in China hergestellt und online, über Social Media sowie vor Ort in Lateinamerika, Nigeria und Südostasien vertrieben. Laut Verpackung sind auch sie BPA-frei. Der extrem niedrige Preis - ein Fünftel des Originals - sowie Fotos aus den „Fabriken“ der Fälscher lassen an der Qualität und Eignung des Kunststoffs, insbesondere für Babyprodukte, zweifeln. Nach einer Razzia und Beschlagnahme bei Onibebi hat ein Gericht die Firma zu Unterlassung und Schadenersatz verurteilt.


"2. Preis": Nachahmung des Waschtischmischers „AXOR MyEdition“

Nachahmung des Waschtischmischers

Original (links): Hansgrohe SE, Schiltach, Deutschland
Fälschung (rechts): Chinesisches Fälscher-Netzwerk - 3 Personen in Haft, Kaiping / Guangdong, VR China

Vertrieb über diverse Online-Shops, u.a. auf taobao.com

Hansgrohe konnte nach monatelanger Recherche und in Zusammenarbeit mit dem lokalen Kaiping PSB Public Security Bureau in einer Razzia ein großes chinesisches Fälscher-Netzwerk zerschlagen. Kopiert wurden neben den von Hansgrohe geschützten Designs vor allem die international renommierten, auch in China eingetragenen Marken „hansgrohe“ und „AXOR“. Die Fälschungen wurden online mit Originalfotos beworben und zu Spottpreisen angeboten. Entsprechend minderwertig sind Materialien und Verarbeitung der Fälschungen.


"3. Preis": Nachahmung der "Stapelliege Klassik" (Design: Rolf Heide, 1966)

Stapelliege und Kopie

Original (links): Müller Möbelwerkstätten GmbH, Bockhorn, Deutschland (Exklusives weltweites Recht für Herstellung, Vertrieb und Vermarktung der Stapelliege)
Plagiat (links): Vertrieb La Redoute S.A.S., Roubaix, Frankreich

Die "Stapelliege", ein Designklassiker von Rolf Heide aus dem Jahr 1966, besticht nicht nur durch ihr zeitloses Design und ihre hohe Flexibilität, sie punktet auch durch ihre intelligente Konstruktion und den einfachen Auf- und Abbau. Sie ist ein platzsparendes Multitalent. Müller Möbelwerkstätten hat das exklusive weltweite Recht für deren Herstellung und Vertrieb. Das Billigplagiat von La Redoute kostet, inklusive „Lattenrost“, der aus einfachen, zu weit auseinanderstehenden Brettern besteht, ein Fünftel des Original-Gestells.


"Sonderpreis": „Plagiats-Tsunami“ Besteck-Sets „KLIKK“ und „KLIKK POCKET“

Welle von Plagiaten

Originale (vorne): koziol »ideas for friends GmbH, Erbach, Deutschland
Plagiate (in Welle): Unzählige chinesische Hersteller und Händler
Vertrieb: Über alibaba.com, E-Commerce Private Limited, Singapur

Wie eine Tsunamiwelle überfluten Billigplagiate die erfolgreichen Koziol Besteck-Sets „KLIKK“ und „KLIKK Pocket“. Die Originale sind kompakt, robust und werden bei Koziol in Erbach/Odenwald hergestellt. Das Material ist spülmaschinengeeignet, lebensmittelecht und 100% recycelbar. Die Bestecke wurden seit ihrer Markteinführung zig-fach kopiert und unzählige Nachahmer und Onlinehändler abgemahnt. Besonders uneinsichtig: Der Plattformbetreiber Alibaba.com. Nach Hinweis auf den EU-weiten Designschutz werden rechtsverletzende Angebote zwar entfernt, aktiv und automatisch durch KI unterbunden werden sie aber nicht. Trotz wöchentlichem „Notice-and-Take-Down“ unzähliger Plagiate durch Koziol dürfen Händler problemlos immer wieder dieselben Plagiate mit denselben Werbetexten und -fotos einstellen. Das zeigt das geringe Interesse und den mangelnden Willen zur Prävention seitens Alibaba.


"Sonderpreis": Fake-shop - Nachahmung der Website www.germens.shop

Fake Web-shop

Original-Shop (links): GERMENS artfashion Markeking GmbH, Chemnitz, Deutschland
Fake-Shop (rechts): www.jeffkelleher.shop / www.noemibishop.shop
Betreiber: Nicht zu ermitteln - Shops nach monatelangem Betrieb gelöscht

Ein „Fake-Shop“ ist ein komplett gefälschter Online-Shop. Die Betreiber locken mit günstigen Angeboten, kassieren Geld, liefern jedoch keine Ware. Die Shops sind professionell gestaltet und sehen täuschend echt aus. Jüngst betroffen: der Germens-Shop. Logo, Texte und Produktfotos wurden kopiert. Angeboten wurden die Produkte zu Dumpingpreisen unterhalb der Herstellungspreise. Ein Impressum gab es nicht, die Widerrufbedingungen waren rechtswidrig. Typisch: Oft gibt es eine Auswahl an Zahlungsmethoden, am Ende der Bestellung ist dann aber nur Zahlung per Vorkasse möglich.
Tipp: Unter „verbraucherzentrale.de/fakeshopfinder“ kann man verdächtige Shops überprüfen - und es gibt Tipps zum Erkennen von Fake-Shops.


"Auszeichnung": Plagiat des (Licht-)Schalterprogramms „Busch-balance SI“

Lichtschalter und Nachahmer

Originale (oben): ABB AG - Busch-Jaeger, Lüdenscheid, Deutschland
Plagiate (unten): Handelshaus Klein GmbH, Trostberg, Deutschland

Die „Anlehnung“ an das Busch-Jaeger Original ist eindeutig gewollt. Nicht nur Design und technische Details der „Busch-balance SI“ Serie sind fast identisch übernommen. Beworben wird die Nachahmung zudem mit „Das Schalterprogramm BBwhite, passend zu Busch-Jäger Balance Si [sic] in Alpinweiß RAL9010, bietet eine kostengünstige Option“. Busch-Jaeger geht gerichtlich dagegen vor.


"Auszeichnung": Nachahmung der Ersatz-Rasierklingen „Philips OneBlade“

Gefälschhte Rasierklingen

Original (links): Koninklijke Philips N.V., Eindhoven, Niederlande
Plagiat (rechts): KionCare, Zhejiang, VR China
Vertrieb: weltweit, u.a. über TEMU

Genau wie Zahnbürstenaufsätze oder Druckerpatronen müssen Ersatz-Rasierklingen alle paar Wochen neu gekauft werden. Gefühlt sind sie immer zu teuer. Das rückt solche Produkte ins Visier der Fälscher. Dass Qualität und Sicherheit ihren Preis haben, zeigt ein Bericht vom Europäischen Amt für Betrugsbekämpfung: So wurden 2024 allein in der EU über 900.000 gefälschte Rasierklingen sichergestellt, die nicht den EU-Sicherheitsstandards entsprachen und somit Verletzungsrisiken bargen.
Philips schützt all seine Produkte über eingetragene Marken, Designs und Patente, führt regelmäßig Razzien vor Ort durch und zieht Nachahmer weltweit zur Rechenschaft.


"Auszeichnung": Nachahmung der Sektgläser „CHEERS“

Sektgläser und Plagiate

Originale (oben): koziol ideas for friends GmbH, Erbach, Deutschland
Plagiate (unten): Vertrieb: NORMA Lebensmittelfilialbetrieb Stiftung & Co. KG, Nürnberg, Deutschland
Herstellung: Spanien

Scherben bringen nicht immer Glück. Bei Outdoor-Events, in Clubs, am Strand oder auf dem Boot darf es gern ein stylisches, aber unempfindlicheres Glas sein. Die Sektgläser „CHEERS“ von Koziol aus thermoplastischem Kunststoff sind so ein Alleskönner: Extrem langlebig und nahezu unzerbrechlich, 100% recycelbar - und das hochwertige Material isoliert 4x besser als Glas. Das hatte 2021 auch NORMA überzeugt. Genau diese fünf bedruckten Koziol-Sektgläser wurden wochenlang erfolgreich vertrieben. Ein erneutes Angebot in 2023 wurde abgelehnt, man „komme preislich nicht klar“. Auf ein Angebot in 2025 folgte gar keine Antwort. Dafür eine Überraschung: Ab 8. Dezember 2025 hatte NORMA stattdessen die 5 optisch sehr ähnlichen Nachahmungen aus Spanien mit exakt denselben Sprüchen im Angebot - für weniger als ein Drittel des Originalpreises: Euro 3,99 für 2 Sektgläser statt Euro 6,95 für 1 Sektglas. Dafür jetzt instabil, aus billigstem Plastik und nicht recycelbar.


"Auszeichnung": Nachahmung des Gebäckformer „F450“

Nachgeahmte Maschine

Original (links): Niederrheinische Formenfabrik Janssen GmbH, Krefeld, Deutschland
Plagiat (rechts): TMAK GIDA MAKINELERI A.S., Istanbul, Türkei

Dreister Technik- und Design-Klau, letzterer mäßig kaschiert durch eine übergestülpte Blechverkleidung: Der mehrfach prämierte Gebäckformer F450 besteht aus zahlreichen technischen Einzelkomponenten, deren Funktionsweisen, Aufbau und Geometrie von Janssen individuell entwickelt, und über Designrechte und Patente geschützt wurden. Der türkische Hersteller TMAK hat ungeniert mehr als 25 dieser technischen Einzelkomponenten optisch identisch kopiert. Und obwohl das Plagiat trotz 24,61% Rabatt immer noch teurer ist als das Original, zeigte es bei einer Live-Präsentation auf der iba 2025 (internationale Bäckereiausstellung) gravierende Defizite und Funktionsausfälle.


"Auszeichnung": Plagiat zum Thermochromer Tintenroller „PILOT FriXion Ball“ (mit radierbarer Tinte)

Stifte echt und gefälscht

Original (links): PILOT Corporation, Tokio, Japan
Fälschung (rechts): Vertrieb: Alix Industrial Co., Ltd., Shanghai, VR China

Die „PILOT FriXion“ Stifte sind das Original, wenn es um radierbare Tintenroller, Fineliner und Textmarker geht. Entwickelt wurde die innovative FriXion-Serie vom renommierten japanischen Schreibgerätehersteller PILOT Corporation. Die Stifte, die es in vielen Farben gibt, verwenden einzigartige thermosensitive Tinte, die sich bei Temperatur verändert. Jeder FriXion Stift besitzt eine Radierkugel, die durch Reibung Wärme erzeugt, so dass die Tinte transparent wird und Fehler sich leicht wegradieren lassen. Die Bestseller-Serie ist über eingetragene Marken (FriXion), Designs und Patente weltweit geschützt. Die Firma Alix ist Wiederholungstäter. Bereits 2020 wurden auf Messen Stifte konfisziert, die PILOT-Designs verletzten. Beim aktuellen Fall wurde nicht nur das Design, sondern auch die Wort-Bildmarke „FriXion“ kopiert. Beschlagnahmt wurde die billig verarbeitete Fälschung auf der Messe „Ambiente 2025“.


Plagiarius-Preisträger im "Museum Plagiarius"

Das "externer Link Museum Plagiarius" in Solingen zeigt in seiner Ausstellung mehr als 350 Plagiarius-"Preisträger" der unterschiedlichsten Branchen - jeweils Originalprodukt und Plagiat im direkten Vergleich. In Führungen werden Fakten und Hintergründe vermittelt. Exponate können zudem bei der "Aktion Plagiarius" für individuelle externe Ausstellungen gebucht werden; ebenso wie Vorträge für unterschiedlichste Zielgruppen.


So schützen Sie sich vor Produktpiraterie

Unterstützen Sie keine kriminellen Netzwerke und achten Sie daher beim Kauf von Produkten, insbesondere im Online-Handel, verstärkt auf die Echtheit der angebotenen Waren.

Unter den folgenden Links finden Sie hilfreiche Tipps:

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Bilder: Aktion Plagiarius e.V.

Stand: 06.02.2026